Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Weltrekord im Reparieren aufgestellt. Im Oktober wurden mehr als 3.450 Reparaturen dokumentiert, womit der bisherige Rekord von 3.177 Reparaturen aus Großbritannien aus dem Jahr 2024 übertroffen wurde. Diese Aktion fand im Rahmen der Circular Week 2026 statt, die vom Collaborating Centre on Sustainable Consumption and Production (CSCP) organisiert wurde. Die europäische Aktionswoche brachte Akteure aus verschiedenen Bereichen zusammen, um die Umsetzung einer Kreislaufwirtschaft voranzutreiben.
Reparatur-Weltrekord und Circular Week 2026
Der Weltrekord in Nordrhein-Westfalen wurde durch die Dokumentation von Reparaturen im gesamten Oktober erreicht. Menschen im ganzen Land waren aufgerufen, ihre Reparaturen zu dokumentieren, die in verschiedenen Umgebungen wie zu Hause, in Repair Cafés und Handwerksbetrieben stattfanden. Ziel der Aktion war es, Reparatur als Alternative zum Neukauf sichtbar zu machen und die Bedeutung einer längeren Nutzung von Produkten zu betonen. Stephan Schaller, Senior Expert am CSCP, betonte: „Was als ehrgeiziges Ziel begann, hat sich zu etwas viel Größerem entwickelt: zu einer gemeinsamen Initiative, die zeigt, dass Reparieren nicht der Vergangenheit angehört, sondern eine unverzichtbare Fähigkeit für die Zukunft ist.“
Die Circular Week 2026 fand vom 26. bis 31. Oktober statt und wurde vom Ministerium für Umwelt, Natur und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert. Sie verband strategische Debatten mit Projekten und Mitmachaktionen und legte einen Schwerpunkt auf Städte und Regionen als Orte, an denen zirkuläre Lösungen erprobt und umgesetzt werden. Die zentrale Veranstaltung war die Circular Week Online Conference am 27. Oktober, bei der Vertreter aus verschiedenen Bereichen über Themen wie resiliente Infrastrukturen und Bürgerbeteiligung diskutierten.
Gemeinschaftserlebnis und Bilanz
Das Repair & Share Festival am 31. Oktober in Wuppertal zeigte, wie sehr Reparatur in der Gesellschaft verankert ist. Die Veranstaltung brachte verschiedene Akteure zusammen und bot den Besuchern die Möglichkeit, eigene Gegenstände mitzubringen und Reparaturangebote zu nutzen. Die Circular Week 2026 verdeutlichte, dass Kreislaufwirtschaft auf vielen Ebenen ansetzen muss, von politischen Rahmenbedingungen bis hin zu Geschäftsmodellen und der Bereitschaft der Menschen, ihr Verhalten zu ändern. Michael Kuhndt, Executive Director des CSCP, zog ein positives Fazit: „Während der Circular Week haben wir sehr viele Perspektiven und Ansätze zusammengebracht und dazu eingeladen, Erfahrungen auszutauschen, voneinander zu lernen und gemeinsam konkrete Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.“
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Quelle: ots-Pressemitteilung. Originalmeldung auf presseportal.de

