DUH fordert strengere Regeln für Rinderhaltung zur Emissionsreduktion in Niedersachsen

Deutschland zählt zu den größten Verursachern von Methan- und Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft in Europa. Eine Analyse der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford und der Changing Markets Foundation identifiziert die Region Weser-Ems in Niedersachsen als einen zentralen Brennpunkt für diese Emissionen. Die DUH fordert strengere Regulierungen, insbesondere für die Rinderhaltung, um die klima- und gesundheitsschädlichen Emissionen zu reduzieren.

Emissionen in der Region Weser-Ems

In der Region Weser-Ems werden jährlich 74.600 Tonnen Ammoniak emittiert, mehr als doppelt so viel wie in Schleswig-Holstein. Auch die Methanemissionen sind mit 149.170 Tonnen deutlich höher als in anderen Regionen. Rund 84 Prozent der Methanemissionen in Weser-Ems stammen aus der Rinderhaltung. Deutschland ist mit 1,18 Millionen Tonnen Methan der zweitgrößte Methan-Emittent der europäischen Viehhaltung und liegt bei Ammoniakemissionen mit 443.800 Tonnen auf Platz drei in Europa.

Forderungen der Deutschen Umwelthilfe

Die DUH kritisiert, dass die Rinderhaltung als Hauptverursacher von Methanemissionen nicht unter die EU-Industrieemissionsrichtlinie fällt, während Schweine- und Geflügelbetriebe reguliert werden. Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH, bezeichnet dies als „skandalöses Lobbygeschenk auf Kosten von Klima und Gesundheit“. Die DUH fordert, dass auch große Rinderhaltungsbetriebe verbindliche Vorgaben zur Senkung ihrer Ammoniak- und Methanemissionen erfüllen müssen. Zudem wird die Bundesregierung aufgefordert, weitere Umweltabschwächungen zu stoppen und verbindliche Vorgaben für die Rinderhaltung durchzusetzen.

Original-Content von: Deutsche Umwelthilfe e.V., übermittelt durch news aktuell

Titelbild: Symbolbild, KI-generiert.

Quelle: ots-Pressemitteilung. Originalmeldung auf presseportal.de

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