Eine von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Auftrag gegebene Studie hat die Unwirtschaftlichkeit und Ineffizienz des Imports von synthetischem Methan über das geplante Flüssigerdgasterminal in Wilhelmshaven aufgezeigt. Die Deutsche Grüngas Energieversorgungs GmbH (DGGEV) plant, spätestens ab 2044 synthetisches Methan statt Erdgas zu importieren. Die Studie kommt jedoch zu dem Schluss, dass synthetisches Methan aus grünem Wasserstoff in Kombination mit einem geschlossenen CO2-Kreislauf ineffizient und teuer ist, was den fossilen Betrieb realistischer erscheinen lässt.
Kritik an Greenwashing-Vorwürfen
Die DUH kritisiert die Pläne der DGGEV als Greenwashing-Versuch. Laut DUH wird das Projekt unter dem Vorwand der Umstellung auf grüne Gase vorangetrieben, obwohl letztlich fossiles Flüssigerdgas importiert werden soll. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, fordert die Stadt Wilhelmshaven auf, die Pläne für das Terminal im EU-Vogelschutzgebiet Voslapper Groden-Nord endgültig zu stoppen. Er betont: „Der weitere Ausbau von LNG-Terminals an der deutschen Küste muss sofort gestoppt werden.“ Constantin Zerger, Leiter Energie und Klimaschutz der DUH, ergänzt, dass das Versprechen der DGGEV, in Zukunft synthetisches Methan zu importieren, lediglich eine „Cover-Story für ein fossiles Terminal“ sei.
Forderungen der Deutschen Umwelthilfe
Die DUH fordert die Stadt Wilhelmshaven auf, dem Vorhaben eine endgültige Absage zu erteilen. Sie sieht in dem Projekt keine Förderung der Energiewende, sondern eine Verstärkung der Abhängigkeit von fossilen Importen. Zerger hebt hervor, dass grüne Gase ihren Platz in der Energiewende haben werden, jedoch nur dort, wo Elektrifizierung nicht möglich oder wirtschaftlich darstellbar ist.
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