Unternehmen stehen vor der Herausforderung, KI-Agenten zuverlässig und sicher in bestehende Geschäftsprozesse zu integrieren. Laut Gregor von Jagow, Senior Director & Country Manager Germany bei Red Hat, sind offene Technologien entscheidend, um KI-Agenten produktiv einzusetzen und langfristig zu skalieren. Dabei sind geeignete Governance-Strukturen, klare Verantwortlichkeiten und eine flexible technologische Infrastruktur notwendig.
Fehlende Governance als Hindernis
Obwohl die technologischen Möglichkeiten schnell wachsen, fällt es vielen Unternehmen schwer, KI-Agenten über Pilotprojekte hinaus einzusetzen. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, die Voraussetzungen für einen kontrollierten und skalierbaren Betrieb zu schaffen. Laut von Jagow verfügen nur 30 Prozent der deutschen Unternehmen über passende Governance-Strukturen für den Einsatz von Agentic AI. Zudem schränkt bei 57 Prozent eine fehlende Exit-Strategie für den Fall von Dienstleisterwechseln den Zugang zu einigen Diensten ein. „Wer Agenten produktiv skalieren will, muss deshalb nicht nur Modelle auswählen, sondern auch Abhängigkeiten, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten im Griff haben“, betont von Jagow.
Offene Technologie und Sicherheit
Red Hat setzt auf Open Source, um Unternehmen bei der Entwicklung und dem Betrieb von KI-Agenten mehr Wahlfreiheit zu ermöglichen. Offene Technologien erlauben es, unterschiedliche Modelle, Plattformen und Infrastrukturen miteinander zu kombinieren. „KI-Agenten brauchen keine neuen Abhängigkeiten, sondern offene Technologie“, sagt von Jagow. Ein Hybrid-Cloud-Ansatz ermöglicht es, Workloads flexibel dort zu betreiben, wo es sinnvoll ist. Zudem spielt die Automatisierung eine wichtige Rolle, um den Produktivbetrieb trotz einer wachsenden Zahl von KI-Anwendungen beherrschbar zu halten.
Offene Technologie und Sicherheit sind für von Jagow keine Gegensätze. Das Open-Source-Modell bietet die Möglichkeit, Sicherheitslücken schneller zu identifizieren und gemeinsam zu beheben. Red Hat arbeitet mit IBM Lightwell daran, Sicherheitslücken in eingesetzten Softwareversionen zu schließen und Korrekturen auch für ältere Versionen verfügbar zu machen. Unternehmen können dadurch Sicherheitsrisiken reduzieren, ohne ihre bestehenden Software-Stacks vollständig aktualisieren zu müssen.
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Titelbild: Symbolbild, KI-generiert.
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