Studie zeigt Wissenslücken und Wünsche zur Altersteilzeit-Reform auf

Über die Zukunft der Rente wird derzeit neu verhandelt, und auch die Altersteilzeit steht zur Debatte. Die Alterssicherungskommission empfiehlt, das verbreitete Blockmodell zu streichen. Das Gesetzgebungsverfahren soll noch in dieser Legislaturperiode abgeschlossen werden. Eine Studie des ifb – Institut zur Fortbildung von Betriebsräten und des Datenstudios DataPulse Research hat untersucht, wie Beschäftigte über ihren Übergang in die Rente denken und was sie über die bestehenden Möglichkeiten wissen. Befragt wurden 1.006 Beschäftigte in Deutschland.

Wissen über Altersteilzeit und Reformpläne

Das Ergebnis der Studie zeigt, dass 47 % der Befragten nicht wissen, was in ihrem Betrieb zur Altersteilzeit tatsächlich gilt. Zugleich würden 61 % eher bis zur Regelaltersgrenze arbeiten, wenn sie vorher kürzertreten könnten. Nur 7 % sagen, sie würden es dann eher nicht tun. Bei freier Wahl würden 40 % der Befragten ihre Arbeitszeit vor der Rente schrittweise reduzieren, jedoch erwarten nur 29 %, dass dies auch möglich sein wird. Rund jeder Sechste wünscht sich stattdessen, zunächst voll weiterzuarbeiten und anschließend vor der Rente bezahlt freigestellt zu werden.

Das bisher meistgenutzte Modell der Altersteilzeit, das Blockmodell, soll nach dem Willen der Kommission wegfallen. Nur ein Viertel der Befragten weiß davon. Ein weiteres Viertel hat von den Reformplänen überhaupt noch nie gehört. Die Studie zeigt auch, dass 43 % der Befragten sich bisher gar nicht über ihren Übergang in den Ruhestand informiert haben. In Betrieben mit Betriebs- oder Personalrat haben sich 35 % noch gar nicht informiert, während es in Betrieben ohne jede Interessenvertretung 60 % sind.

Hindernisse und Wünsche der Beschäftigten

Ein wesentlicher Faktor, der einem gleitenden Übergang in die Rente im Wege steht, ist das Geld. 39 % der Befragten fürchten, dass eine reduzierte Arbeitszeit ihre spätere Rente schmälert, und 37 % könnten sich die Einkommenseinbußen in den Jahren davor nicht leisten. Nur 8 % sehen gar kein Hindernis. Laut Markus Brandt, ifb-Bildungsreferent im Bereich Rente und Sozialversicherung, zeigt die Studie, „wie groß der Wunsch nach flexiblen Übergängen in die Rente ist“. Er betont, dass Betriebsräte das Thema frühzeitig auf die Agenda setzen sollten, um aus individuellen Wünschen konkrete betriebliche Lösungen zu machen.

Original-Content von: ifb, übermittelt durch news aktuell

Titelbild: Symbolbild, KI-generiert.

Quelle: ots-Pressemitteilung. Originalmeldung auf presseportal.de

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