Der erste Menopausentag am Universitätsklinikum Marburg (UKGM) war ein voller Erfolg. Mehr als 180 Teilnehmerinnen informierten sich am 29. Oktober 2026 über die Wechseljahre, deren gesundheitliche Auswirkungen und den Umgang mit menopausalen Beschwerden im beruflichen Alltag. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Menopause am Arbeitsplatz – Informieren, Vernetzen, Unterstützen“ und zielte darauf ab, wissenschaftlich fundiertes Wissen zu vermitteln und Tabus abzubauen.
Medizinisches Wissen und betriebliche Gesundheitsförderung
Privatdozent Dr. Gamal-André Banat betonte in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung des Themas Menopause für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiterinnen. Prof. Dr. Volker Ziller informierte in mehreren Impulsvorträgen über hormonelle Veränderungen während der Peri- und Postmenopause, typische Beschwerden und aktuelle Behandlungsmöglichkeiten. Neben der Hormonersatztherapie wurden auch nicht hormonelle Therapieoptionen und individuelle Strategien zum Umgang mit Beschwerden vorgestellt.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf den Auswirkungen der Wechseljahre auf das Berufsleben. Schlafstörungen, Hitzewallungen, Erschöpfung oder Konzentrationsprobleme können die Lebensqualität und das berufliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Gleichzeitig bestehen vielfältige Möglichkeiten, betroffene Mitarbeiterinnen durch Information, Verständnis und geeignete Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz zu unterstützen.
Positive Resonanz und nachhaltige Initiative
Die Veranstaltung fand in einem hybriden Format statt, das sowohl eine Teilnahme vor Ort als auch eine digitale Zuschaltung ermöglichte. Ergänzend standen individuelle ärztliche Sprechstunden zur Verfügung. Die große Zahl der Teilnehmerinnen verdeutlichte, dass die Wechseljahre auch im beruflichen Umfeld mehr Aufmerksamkeit verdienen. Prof. Dr. Volker Ziller erklärte: „Die große Resonanz zeigt uns, wie wichtig es ist, die Menopause aus der Tabuzone zu holen und offen darüber zu sprechen.“
Der Menopausentag soll als Impuls für eine nachhaltige Auseinandersetzung mit dem Thema Menopause am Arbeitsplatz dienen. Geplant sind weitere Informations- und Fortbildungsangebote sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen für betroffene Mitarbeiterinnen. Eine anonyme Mitarbeiterinnenbefragung soll helfen, bedarfsgerechte Unterstützungsangebote zu entwickeln.
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Quelle: ots-Pressemitteilung. Originalmeldung auf presseportal.de

