Deutscher Markenmonitor 2026: Studie belegt wirtschaftlichen Vorteil starker Markenführung

Der Deutsche Markenmonitor 2026 liefert erstmals einen empirischen Beleg für den Zusammenhang zwischen Markenführung und wirtschaftlichem Erfolg. Laut der Studie wachsen Unternehmen mit starker Marke nachhaltiger, erzielen höhere Margen und sichern sich Wettbewerbsvorteile. Die Erhebung wurde vom German Design Council und der gmk Markenberatung durchgeführt und basiert auf den Antworten von 311 Managementkräften und Markenverantwortlichen aus dem DACH-Raum.

Starke Marken wachsen dreimal häufiger nachhaltig

Nach Angaben der Studienherausgeber realisieren 45 Prozent der Unternehmen mit starker Markenführung nachhaltiges Wachstum. Bei weniger markenstarken Unternehmen gelingt dies laut Studie nur 17 Prozent. Die Differenz von 28 Prozentpunkten verdeutlicht den wirtschaftlichen Hebel einer konsequenten Markenstrategie.

KI im Marketing angekommen – systematische Integration fehlt

Die Studie zeigt zudem den Stand der KI-Nutzung in deutschen Unternehmen. Demnach haben 67 Prozent der Befragten erste Erfahrungen mit Künstlicher Intelligenz in der Unternehmens- und Marketingkommunikation gesammelt oder Pilotprojekte gestartet. Allerdings integrieren nur 25 Prozent KI bereits systematisch in Innovations-, Produkt- oder Designprozesse.

Markentrainings und Portfoliomanagement als Schwachstellen

Der Deutsche Markenmonitor 2026 identifiziert weitere Handlungsfelder: Ein Drittel der befragten Unternehmen verzichtet vollständig auf Markentrainings für Mitarbeitende. Starke Markenunternehmen schulen ihre Belegschaft laut Studie signifikant häufiger.

Beim Portfoliomanagement zeigen sich ebenfalls Defizite. Knapp 30 Prozent der Mehrmarkenunternehmen bewerten ihr Portfolio als zu groß. Zwei Drittel verfügen nach eigenen Angaben über keine klaren Regeln für Post-Merger-Integration und den Umgang mit zugekauften Marken.

Einordnung der Herausgeber

„Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist Marke mehr als ein Kommunikationsinstrument – sie ist Kompass, Orientierung und Werttreiber für Unternehmen“, sagt Lutz Dietzold, Hauptgeschäftsführer des German Design Council.

Hans Meier-Kortwig, Gründer und Geschäftsführer der gmk Markenberatung, ergänzt: „Unsere Studie zeigt auch: Wer Marke nicht konsequent in Innovation, Angebote und Mitarbeitendenführung integriert, lässt Potenzial liegen.“

Über die Herausgeber

Der German Design Council ist seit 1953 als Instanz für Design in Deutschland tätig. Die gmk Markenberatung zählt zu den führenden Beratungen für ganzheitliche Markenführung in Deutschland.

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