Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht in der Weltnaturkonferenz in Jerewan keinen Wendepunkt im Kampf gegen das weltweite Artensterben. Trotz der starken Position der Bundesregierung und der EU für den weltweiten Schutz und die Wiederherstellung der Natur, insbesondere beim Abbau umweltschädigender Subventionen, fordert die DUH, dass diese Ambitionen auch in nationale politische Entscheidungen umgesetzt werden.
Forderungen der Deutschen Umwelthilfe
Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, betont: „Die Konferenz in Jerewan zeigt, dass der Multilateralismus auch in schwierigen Zeiten noch funktioniert. Dennoch ist das notwendige Signal ausgeblieben, um die vereinbarten Biodiversitätsziele bis 2030 zu erreichen.“ Die DUH erwartet von der Bundesregierung, dass sie schnellstmöglich einen Plan zum Abbau naturschädigender Subventionen vorlegt und umsetzt. Laut DUH gibt Deutschland jährlich über 65 Milliarden Euro an Steuergeldern für die Naturzerstörung aus, beispielsweise für den Bau neuer Straßen, naturschädigende Landwirtschaftspraktiken, Dienstwagenprivilegien oder Tankrabatte. Müller-Kraenner fordert, dass neben dem Umweltministerium auch das Finanz-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Landwirtschaftsministerium in der Verantwortung stehen.
Ergebnisse der Weltnaturkonferenz
Die Weltnaturkonferenz in Jerewan, auch bekannt als CBD COP17, zog erstmals global Bilanz und sollte konkrete Schritte für die beschleunigte Umsetzung des 2022 beschlossenen Weltnaturabkommens mit seinen 23 Biodiversitätszielen beschließen. Zu diesen Zielen gehört unter anderem der Schutz und die Vernetzung von 30 Prozent der Land- und Meeresflächen sowie die Halbierung der Risiken durch Pestizide. Zudem sollen biodiversitätsschädigende Subventionen identifiziert und abgebaut werden. 196 Staaten rangen zwei Wochen um Kompromisse und einen gemeinsamen Weg im Kampf gegen das weltweite Artensterben.
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