Herbstlaub im Garten: Natürlicher Schutz und Lebensraum für Tiere schaffen

Herbstlaub im Garten kann mehr als nur eine lästige Pflicht sein. Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) bietet es zahlreiche Vorteile für den naturnahen Garten. Es schützt Böden und Wurzeln, liefert Humus und schafft Lebensraum für Tiere. Corinna Hölzel, Gartenexpertin beim BUND, rät: „Lassen Sie die Finger bitte vom Laubbläser. Sie können der Natur einen viel größeren Gefallen tun, wenn Sie Laub einfach liegen lassen.“

Laub als Mulch und Lebensraum

Laub kann als Mulch genutzt werden, indem es auf Beeten, unter Hecken und in Baumscheiben verteilt wird. Eine Schicht von zwei bis zehn Zentimetern schützt vor Austrocknung und Erosion, hält die Bodentemperatur stabil und unterdrückt Beikräuter. Beim Verrotten entstehen Humus und Nährstoffe, die das Pflanzenwachstum fördern. Hölzel erklärt: „Vom Rasen sollte das Laub entfernt werden. Lassen Sie jedoch das Laub auf Beeten, unter Hecken und in Baumscheiben liegen oder verteilen Sie es dort gezielt.“ Besonders geeignet ist Laub für Stauden, Gehölze und Obstbäume.

Ein Laubhaufen kann zudem als Winterquartier für Igel dienen. Ein großer, stabiler Haufen unter einer Hecke oder in einer ruhigen Gartenecke bietet ihnen Schutz. Der Komposthaufen sollte zwischen November und März nicht umgeschichtet werden, um Igeln und anderen Kleintieren Unterschlupf zu bieten. Gärten sollten für Igel durchgängig sein, mit mindestens zehn Zentimetern Bodenfreiheit am Zaun oder Öffnungen von zehn mal zehn Zentimetern.

Laub für Vögel, Insekten und Mäuse

Laub ist auch für Vögel, Insekten und andere Tiere wichtig, besonders bei Kälte. „Für Vögel, Insekten und andere tierische Gartenbewohner ist Laub vor allem bei Kälte überlebenswichtig. Sie helfen den Tieren, indem Sie das Laub auch hier einfach liegen lassen“, so Hölzel. Es dient als Nahrung und Versteck. Frösche und Kröten nutzen Laubhaufen als Winterversteck, Vögel finden Nahrung darin, und Marienkäfer überwintern dort. Wer die Artenvielfalt fördern möchte, kann Äste und Zweige zu einem Reisighaufen stapeln und Laub darauf schichten. Überschüssiges Laub kann auf den Kompost gegeben werden, um im Frühjahr als Humus auf Beeten verteilt zu werden.

Original-Content von: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), übermittelt durch news aktuell

Titelbild: Symbolbild, KI-generiert.

Quelle: ots-Pressemitteilung. Originalmeldung auf presseportal.de

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