Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei der Verleihung des Deutschen Umweltpreises der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Aachen dazu aufgerufen, die Art zu leben und zu wirtschaften zu überdenken. Ziel sei es, den nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. Diese Aufgabe könne jedoch nicht von einem einzelnen Land oder Menschen bewältigt werden, sondern sei eine gemeinsame Aufgabe der Weltgemeinschaft.
Auszeichnungen für technologische und rechtliche Fortschritte
Der Deutsche Umweltpreis der DBU, einer der höchstdotierten Umweltauszeichnungen Europas, wurde in diesem Jahr zu gleichen Teilen an Ingenieur Dr. Klaus Vossenkaul und die Hamburger Umweltjuristin Dr. Roda Verheyen verliehen. Vossenkaul wurde für seine Weiterentwicklungen bei der Membranfiltertechnologie in der Abwasserreinigung ausgezeichnet, während Verheyen für ihre Arbeit zur Durchsetzung rechtlicher Vorgaben für mehr Umwelt- und Klimagerechtigkeit geehrt wurde.
Steinmeier betonte, dass der Klimawandel Europa besonders stark treffe, da sich der Kontinent schneller erwärme als andere. Er forderte, Treibhausgase zu reduzieren und natürliche Ressourcen wie Böden und Wälder zu schützen. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde hob hervor, dass die Erhaltung und Stärkung der natürlichen Lebensgrundlagen im ureigenen Interesse liege.
Persönliches Resümee des Bundespräsidenten
Steinmeier nutzte die Gelegenheit, um ein persönliches Resümee zu ziehen. Seit 2017 habe er den Deutschen Umweltpreis jedes Jahr überreicht, und der Preis sei ihm ans Herz gewachsen. Er äußerte Wehmut darüber, dass er ihn in diesem Jahr zum letzten Mal überreichen dürfe, da seine Amtszeit im nächsten Jahr endet.
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