In Wittenberge ist der offizielle Startschuss für den Veritas Park gefallen – eines der ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Brandenburgs. Auf dem 16 Hektar großen Gelände des ehemaligen Nähmaschinenwerks Singer entsteht ein Zukunftsquartier, das nachhaltiges Bauen, innovative Energiekonzepte und die Wiederbelebung industrieller Infrastruktur in der Prignitz verbindet.
Projektinitiator Renaud Vercouter, CEO von Veritas, verkündete gemeinsam mit Landrat Christian Müller die offizielle Baugenehmigung für die Hauptgebäude und präsentierte den aktuellen Projektstand. Dr. Oliver Hermann, Bürgermeister von Wittenberge, eröffnete die Veranstaltung gemeinsam mit Vercouter – ein Signal für den regionalen Rückhalt des Vorhabens.
Phase 1 mit Blick auf die Landesgartenschau 2027
Auf dem historischen Areal soll ein lebendiges Quartier entstehen, das Arbeit, Gastlichkeit, Kulturproduktion, Forschung und neue Lebensmodelle in einer einzigartigen industriellen Kulturlandschaft zusammenführt. Die erste Projektphase bis zur Landesgartenschau 2027 konzentriert sich auf die Revitalisierung zentraler Gebäude, die Entwicklung eines Hotelbereichs sowie rund 19.000 Quadratmeter Fläche für Start-ups und Co-Working.
Denkmalschutz trifft klimaneutrales Bauen
Die Architektur der ersten Phase verantwortet Andra Schumann, die als Expertin für die Erneuerung denkmalgeschützter Gebäude und ressourcenschonende Sanierungsmethoden gilt. Sie koordiniert ein internationales Team, dem unter anderem der italienische Architekt und Designer Marco Lavit sowie der in London ansässige Architekt Alex Sprogis angehören. Sprogis zeichnet als Co-Architekt für die Gestaltung der Hotelzimmer und des Veranstaltungsbereichs in Gebäude 13 verantwortlich.
„Mit dem Veritas Park Wittenberge revitalisieren wir nicht nur ein historisches Industrieareal, sondern schaffen ein CO₂-neutrales, zukunftsweisendes Stadtquartier, das Tradition, Nachhaltigkeit und innovative Nutzungskonzepte miteinander verbindet. Unser Anspruch ist es, die bestehende Bausubstanz zu bewahren, Materialien zu recyceln und Energie autark zu erzeugen.“
— Andra Schumann, Architektin und Leiterin Phase 1
Info-Pavillon als erstes Highlight
Ein erstes sichtbares Ergebnis ist der Info-Pavillon, der gemeinsam mit Marco Lavit entwickelt wurde. Der Pavillon dient als offener Ort für Dialog, Ausstellung und Wissensaustausch und ist speziell im Kontext der Landesgartenschau 2027 konzipiert worden.
Eigene Energiegesellschaft für autarke Solarversorgung
Für die künftige Energieversorgung des gesamten Parks werden Solartechnik und Speichersysteme installiert. Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde die Gründung der Veritas Energie GmbH & Co. KG bekanntgegeben. Jürgen Steinke, geschäftsführender Gesellschafter der Capricornus GmbH, stellte das Energiekonzept vor.
Breiter regionaler Rückhalt
Die Beteiligung lokaler Vertreterinnen und Vertreter, Partnerunternehmen und Medien an der Auftaktveranstaltung verdeutlichte das große Interesse an dem Projekt. Zum Abschluss führte Renaud Vercouter die Gäste über das Gelände und erläuterte die architektonischen und städtebaulichen Besonderheiten vor Ort. Der Veritas Park gilt als Leuchtturmprojekt dafür, wie verantwortungsvolle Architektur und Klimaschutz in der Praxis zusammenwirken können.

