Die IG-Metall Vorsitzende Christiane Benner hat die Ankündigung von Audi-Chef Gernot Döllner kritisiert, ein neues Werk in Georgia, USA, zu eröffnen. Diese Ankündigung erfolgte bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Donald Trump. Benner äußerte Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Arbeitsplätze in den deutschen Audi-Werken, die zum VW-Konzern gehören. Die IG Metall arbeitet an Perspektiven für die vier betroffenen Werke in Deutschland, deren Beschäftigte um ihre Jobs bangen.
Forderung nach klarer Standortpolitik
Benner betonte im Gespräch mit dem TV-Sender phoenix, dass die IG Metall den Konzern zwar dazu auffordere, neue Märkte zu erschließen, einschließlich Nordamerika, jedoch gleichzeitig eine sichere Perspektive für die Beschäftigten in den deutschen Werken erwarte. Sie sagte: „Wir fordern ja den Konzern auf, auch neue Märkte zu erschließen. Und dazu gehört selbstverständlich auch Nordamerika. Aber gleichzeitig brauchen wir eine sichere Perspektive für die Beschäftigten in den hiesigen Werken.“ Benner sieht keinen Widerspruch darin, dass der Konzern sowohl neue Märkte erschließt als auch die Sicherheit der Arbeitsplätze in Deutschland gewährleistet.
Erwartungen an den Audi-Vorstand
Die Gewerkschaft fordert laut Benner nun umso entschiedener, dass die Beschäftigten nicht die Leidtragenden der Konzernentscheidungen werden. Sie machte deutlich: „Ich erwarte dort einfach ein ganz, ganz klares Bekenntnis zu den Beschäftigten und zu den Standorten hier.“ Die IG Metall befürchtet, dass der Konzern durch die aktuelle Situation einen Imageschaden erleiden könnte, wenn keine klaren Signale zur Sicherung der deutschen Standorte gesendet werden.
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